AUSLANDS-
AUFENTHALTE

ERWEITERN DEN HORIZONT

RAFI ist weltweit tätig. Während der Ausbildung bieten wir unseren Auszubildenden und DHBW-Studenten die Möglichkeit, bei RAFI Tochter- oder Partnerunternehmen internationale Erfahrungen zu sammeln.

Fremde Länder, neue Kulturen und unbekannte Sprachen fördern und fordern die Azubis und Studenten – sowohl beruflich als auch persönlich. So erwerben sie interkulturelle Kompetenzen. Und vertiefen nebenbei ihre Englischkenntnisse.

ERLEBNIS- UND REISEBERICHTE:

2018 - AUSLANDSPRAKTIKUM USA, SEATTLE, LYNNWOOD

Es war schon immer unser größter Wunsch in die USA zu gehen und dank RAFI konnten wir uns diesen Lebenstraum erfüllen. Während der 4 Wochen bei RAFI USA war für uns immer ein All-Round-Job angesagt, daher waren wir auch viel in der Produktion tätig. Dort durften wir die Montage und Prüfung von Ultraschallgeräten, Tastaturen und Komponenten kennenlernen. Außerdem machten wir im Lager eine Inventur, welche sehr überschaubar war, da das Lager im Gegensatz zu RAFI Berg sehr klein ist. Nicht nur im Bereich Personal durften wir unsere Flexibilität zeigen, sondern auch im Bereich Finanzen. Über Rechnungen von Kunden einholen oder Rechnungen stellen, war alles dabei. Schon innerhalb der ersten Woche wurden wir zu den „Super-Stars“ des Monats gewählt. Für unsere große Hilfe und Flexibilität wurden wir immer gelobt. Durch die kleine Mitarbeiteranzahl war ein sehr tolles Arbeitsklima vorhanden, dadurch wurden wir in eine kleine amerikanische Familie aufgenommen. Unser erster Tag auf dem Columbia Tower war beeindruckend. Seattle ist deshalb so faszinierend, weil man eine Stadt, eine wunderschöne Natur, mit Bergen, Meere und Wäldern auf einem Fleck hat. Wir hatten außerdem die Möglichkeit, Seattle ganz genau zu erkunden. Wir sind alleine mit dem Bus nach Downtown gefahren und haben uns alle Sehenswürdigkeiten wie das Space Needle, die Gum Wall oder der Pike Place Market angeschaut. Das absolute Highlight an unserer Reise war, dass wir nach Kanada gefahren sind und Vancouver besichtigt haben. Wir unternahmen Aktivitäten wie eine Besichtigung in Vancouvers größtem Aquarium, wir spazierten durch einen riesigen Blumengarten und wir erkundeten die Stadt selbst. Der Abschied der RAFIaner aus der USA fiel uns sehr schwer und es floss auch zugegebenermaßen die ein oder andere Träne. Wir erinnern uns gerne an die Zeit und die liebevollen Menschen zurück. Wir danken vor allem Herr Klein, der uns täglich während unseres Aufenthalts betreut hat und sich behutsam um uns kümmerte. Außerdem danken wir RAFI für das von ihnen unterstützte tolle Erlebnis.

Anna Münz, Nadine Albrecht, Auszubildende Industriekauffrauen – 2. Lehrjahr

“For Flexibility and jumping in no matter what area they are working in.”

2017 LUKAS DILGER - FINNLAND

Schon immer haben mich die kalten und schneereichen Regionen Nordeuropas und deren unendliche Weiten atemberaubender Natur interessiert. Während meines Studiums hat es mir RAFI ermöglicht, im Rahmen eines Auslandssemesters, diesen Traum wahr werden zu lassen. So reiste ich schließlich kurz nach Neujahr 2017 in die Hauptstadt der Finnen: nach Helsinki. Die Temperaturen von ca. minus 25°C waren anfangs... sagen wir gewöhnungsbedürftig! Schon vor der Anreise nach Finnland wurden allen Auslandsstudenten ein/e Tutor/in zugeteilt, welche/r uns vom Flughafen abholte, uns zur Einführungsveranstaltung an der Laurea University for Applied Sciences begleitete und allgemein für Fragen zur Verfügung stand. Auch zahlreiche Events und Ausflüge, wie beispielsweise in die estnische Hauptstadt Tallinn, nach Porvoo oder in verschiedene umliegende Nationalparks wurden seitens unserer finnischen Tutoren organisiert. Wir - unsere Gruppe von 90 Erasmus Studenten - war also bestens betreut!

Das Studienleben und die Vorlesungen an finnischen Hochschulen unterscheiden sich recht stark zu denen in Deutschland. Es wird deutlich mehr Wert auf Teamwork und Gruppenergebnisse und weniger auf Individualleistungen gelegt. So werden in den meisten Vorlesungen nicht einmal Prüfungen geschrieben. Die Semesternoten setzen sich aus mehreren, im Rahmen des Semesters, erbrachten Leistungen zusammen und entsprechen nicht wie in Deutschland, der für eine einzelne Klausur erhaltenen Note. Dies hat selbstverständlich seine Vor- und Nachteile. Die Vorlesungen finden in kleineren Gruppen mit maximal 30 Studenten statt. Die Kommunikation erfolgt selbstverständlich ausschließlich auf Englisch. Ein weiterer interessanter Unterschied zu deutschen Hochschulen ist, dass man mit allen Professoren und Dozenten grundsätzlich und von Anfang an per du ist. Dies entspannt die Situation im Vorlesungssaal erheblich und fördert - meiner Erfahrung nach - die Gruppendiskussion im Rahmen der Vorlesung. Im gesamten betrachtet, war das Studieren in Finnland eine interessante Erfahrung und hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Neben den Vorlesungen hatte ich zudem die Möglichkeit, einige größere und kleinere Ausflüge zu machen. So habe ich neben einigen finnischen Städten auch Stockholm und Göteborg in Schweden, St. Petersburg in Russland, Tallinn in Estland und Oslo, Bugøynes und die Lofoten in Norwegen bereisen können. Das absolute Highlight meines Auslandssemesters war meine Reise in den Norden von Finnland, nach Lappland. Hier verbrachte ich sechs Tage, in denen ich an einer Husky- und Rentierschlittenfahrt teilgenommen habe und nach der Sauna, bei minus 30 Grad Außentemperatur und knapp 500 Kilometern nördlich des nördlichen Polarkreises im europäischen Nordmeer schwimmen war. Außerdem konnte ich nachts dem Treiben der Polarlichter zusehen. Auch Aktivitäten wie Eisfischen, Skilanglaufen, Schneeschuhwandern und vieles mehr standen hier auf dem Programm.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mein Auslandssemester eine durchweg positive Erfahrung war. Ich erinnere mich gerne an die Menschen die ich kennengelernt habe, die traumhaft schönen Orte die ich bereisen konnte und auch an die Studienzeit an der Hochschule in Finnland zurück! Ich danke RAFI, dass mir ein Auslandssemester ermöglicht und in aller Hinsicht unterstützt wurde.

2017 – Theoriesemester Südafrika

Im Rahmen meines Dualen Studiums bei RAFI fasste ich den Entschluss, ein Auslandssemester absolvieren zu wollen. Nach einem kurzen Gespräch mit der Ausbildungsleitung stand meinem Vorhaben nichts mehr im Wege und so begannen die Vorbereitungen für mein Auslandssemester an der „Durban University of Technology“. Durban befindet sich an der Ostküste Südafrikas und bietet mit den umliegenden Orten etwa 3,4 Millionen Menschen eine Heimat. Obwohl ich anfangs nicht viel über die Stadt wusste, fiel mir die Entscheidung aufgrund der interessanten Kultur, der abwechslungsreichen Natur und der attraktiven Studieninhalte leicht.

Um den Start in das weit entfernte Durban zu erleichtern, wurden die Studenten bereits in der Vorbereitung von der DHBW mit allen notwendigen Informationen bestens versorgt. Dies stellte sich als sehr hilfreich heraus, da es beispielsweise gar nicht so einfach ist, in einer fremden Großstadt ohne jegliche Ortskenntnisse eine geeignete Unterkunft zu finden.

Nach ca. 20 stündiger Reisezeit ist man erleichtert, bei dieser Unterkunft anzukommen. Wie auch die meisten anderen der ca. 30 deutschen Studenten, welche die Durban University of Technology für ein Auslandsemester nutzten, lebte ich in einer Wohngemeinschaft mit anderen Dualen Studenten, welche ich bereits aus meiner Heimat kannte. In den ersten Tagen wurde an der Universität genügend geboten, um das Aufkommen von Langeweile und Orientierungslosigkeit in dieser großen Stadt zu verhindern. Bei einer Begrüßungsveranstaltung wurden die Studenten aus Deutschland sowie aus anderen Ländern nicht nur mit den wichtigsten Informationen versorgt, sondern uns wurden auch örtliche Speisen und traditionelle Musik und Tänze der südafrikanischen Kultur nähergebracht.

Die Vorlesungen und die Kommunikation an der Hochschule fanden in englischer Sprache statt. Das Leben an der Universität spielte sich jedoch nicht nur in Vorlesungssälen ab. Auch in Gruppenarbeit zu bewältigende Projekte gehören an der Durban University of Technology zum Alltag und ersetzen teilweise die aus Deutschland gewohnten Prüfungen. Weiterhin bestehen zahlreiche Angebote für freiwillige Sportkurse oder andere Aktivitäten abseits der Vorlesungszeit. Somit entsteht schnell der Kontakt zu einheimischen Studenten, mit welchen man sich bestens unterhalten und neue Freundschaften schließen kann.

Für die vorlesungsfreie Zeit bieten Durban sowie das gesamte Land Südafrika unzählige Möglichkeiten für einen spannenden und erlebnisvollen Aufenthalt. Neben vielen Nationalparks, in welchen man sich Elefanten, Löwen, Zebras und den anderen tierischen Bewohnern Afrikas bis auf wenige Meter nähert, bieten auch die Städte Johannesburg und Kapstadt einzigartige Kulissen. Durban selbst eignet sich aufgrund seines Klimas und der Lage am Indischen Ozean als hervorragender Ort für Tauchgänge und wenn wir nach den Vorlesungen Zeit fanden, nutzten wir diese nicht selten, um das Surfen zu erlernen.

Die drei Monate in Südafrika, welche durch RAFI unterstützt wurden, haben sich nicht nur auf meine beruflichen Fähigkeiten positiv ausgewirkt, sondern sie sind auch eine große Bereicherung für meinen persönlichen Erfahrungsschatz. Ich konnte meine Englischkenntnisse verbessern, andere Lernverhalten kennenlernen, mich mit fremden Kulturen vertraut machen und atemberaubende Städte sowie endlose Naturlandschaften kennenlernen. RAFI hat mich bei meinem Vorhaben von Anfang an bestärkt und mich durch organisatorische sowie finanzielle Unterstützung durch mein Auslandssemester begleitet.

 

Lukas Sauter, Dualer Student Wirtschaftsinformatik