AUSLANDS-
AUFENTHALTE

ERWEITERN DEN HORIZONT

RAFI ist weltweit tätig. Während der Ausbildung bieten wir unseren Auszubildenden und DHBW-Studenten die Möglichkeit, bei RAFI Tochter- oder Partnerunternehmen internationale Erfahrungen zu sammeln.

Fremde Länder, neue Kulturen und unbekannte Sprachen fördern und fordern die Azubis und Studenten – sowohl beruflich als auch persönlich. So erwerben sie interkulturelle Kompetenzen. Und vertiefen nebenbei ihre Englischkenntnisse.

ERLEBNIS- UND REISEBERICHTE:

2017 LUKAS DILGER - FINNLAND

Schon immer haben mich die kalten und schneereichen Regionen Nordeuropas und deren unendliche Weiten atemberaubender Natur interessiert. Während meines Studiums hat es mir RAFI ermöglicht, im Rahmen eines Auslandssemesters, diesen Traum wahr werden zu lassen. So reiste ich schließlich kurz nach Neujahr 2017 in die Hauptstadt der Finnen: nach Helsinki. Die Temperaturen von ca. minus 25°C waren anfangs... sagen wir gewöhnungsbedürftig! Schon vor der Anreise nach Finnland wurden allen Auslandsstudenten ein/e Tutor/in zugeteilt, welche/r uns vom Flughafen abholte, uns zur Einführungsveranstaltung an der Laurea University for Applied Sciences begleitete und allgemein für Fragen zur Verfügung stand. Auch zahlreiche Events und Ausflüge, wie beispielsweise in die estnische Hauptstadt Tallinn, nach Porvoo oder in verschiedene umliegende Nationalparks wurden seitens unserer finnischen Tutoren organisiert. Wir - unsere Gruppe von 90 Erasmus Studenten - war also bestens betreut!

Das Studienleben und die Vorlesungen an finnischen Hochschulen unterscheiden sich recht stark zu denen in Deutschland. Es wird deutlich mehr Wert auf Teamwork und Gruppenergebnisse und weniger auf Individualleistungen gelegt. So werden in den meisten Vorlesungen nicht einmal Prüfungen geschrieben. Die Semesternoten setzen sich aus mehreren, im Rahmen des Semesters, erbrachten Leistungen zusammen und entsprechen nicht wie in Deutschland, der für eine einzelne Klausur erhaltenen Note. Dies hat selbstverständlich seine Vor- und Nachteile. Die Vorlesungen finden in kleineren Gruppen mit maximal 30 Studenten statt. Die Kommunikation erfolgt selbstverständlich ausschließlich auf Englisch. Ein weiterer interessanter Unterschied zu deutschen Hochschulen ist, dass man mit allen Professoren und Dozenten grundsätzlich und von Anfang an per du ist. Dies entspannt die Situation im Vorlesungssaal erheblich und fördert - meiner Erfahrung nach - die Gruppendiskussion im Rahmen der Vorlesung. Im gesamten betrachtet, war das Studieren in Finnland eine interessante Erfahrung und hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Neben den Vorlesungen hatte ich zudem die Möglichkeit, einige größere und kleinere Ausflüge zu machen. So habe ich neben einigen finnischen Städten auch Stockholm und Göteborg in Schweden, St. Petersburg in Russland, Tallinn in Estland und Oslo, Bugøynes und die Lofoten in Norwegen bereisen können. Das absolute Highlight meines Auslandssemesters war meine Reise in den Norden von Finnland, nach Lappland. Hier verbrachte ich sechs Tage, in denen ich an einer Husky- und Rentierschlittenfahrt teilgenommen habe und nach der Sauna, bei minus 30 Grad Außentemperatur und knapp 500 Kilometern nördlich des nördlichen Polarkreises im europäischen Nordmeer schwimmen war. Außerdem konnte ich nachts dem Treiben der Polarlichter zusehen. Auch Aktivitäten wie Eisfischen, Skilanglaufen, Schneeschuhwandern und vieles mehr standen hier auf dem Programm.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mein Auslandssemester eine durchweg positive Erfahrung war. Ich erinnere mich gerne an die Menschen die ich kennengelernt habe, die traumhaft schönen Orte die ich bereisen konnte und auch an die Studienzeit an der Hochschule in Finnland zurück! Ich danke RAFI, dass mir ein Auslandssemester ermöglicht und in aller Hinsicht unterstützt wurde.